Physio - Praxis   
Das Kohlensäurebad   Kohlensäure kann aus natürlichen Quellen (Sauerbrunnen) gewonnen werden, (in Deutschland zum Beispiel in Bad Krotzingen, Bad Pyrmont oder Bad Wildungen) oder in Mischanlagen die Kohlensäure dem Wasser unter Druck zugesetzt werden. Für eine therapeutische Wirkung sind mindestens 800 Milligramm CO2 (Kohlendioxid) pro Liter Wasser notwendig. Die optimale Konzentration liegt bei 1000 - 1400 Milligramm pro Liter. Bei einem Kohlensäurebad nimmt der Körper beträchtliche Mengen (bei Erwachsenen bis zu acht Gramm) CO2-Gas über die Haut auf.  hre Thermorezeptoren werden dadurch weniger empfindlich. Ein Kohlensäurebad wird daher besonders angenehm bei einer Temperatur von 30 bis 31 Grad Celsius empfunden. Die Körperkerntemperatur und der gesamte Stoffwechselprozess werden gedämpft und die Herzfrequenz geht zurück. Gleichzeitig wird die Hautdurchblutung verbessert, weil die Viskosität des Blutes abnimmt und so besser die Kapillaren durchströmen kann. Ein Kohlensäurebad senkt sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruck. Diese Effekte wurden in kontrollierten Studien nachgewiesen.   Anwendung:  Funktionelle Durchblutungsstörungen, wie beispielsweise das Raynaud - Syndrom, bei dem Finger und Hände besonders stark auf Kälte reagieren. Organisch bedingte arterielle Durchblutungsstörungen Chronische, schlecht heilende Wunden, nach Verbrennungen Sedierung, Beruhigung bei psychosomatischen Erkrankungen sowie Bluthochdruck Nicht angewandt werden dürfen Kohlensäurebäder bei Herzmuskelschwäche oder Lungenerkrankungen, bei akuten fieberhaften Erkrankungen, bei konsumierenden Krankheiten wie etwa Krebs   Wichtig: 1 Stunde Nachruhe
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